Taufers
i. M. erinnert an vergangene Zeiten:
Der Name Taufers wurde abgeleitet vom
lateinischen "TUBER" bzw. vom rätoromanischen "TUER",
was sovielbedeutet wie Schuttkegel oder Höcker. Die Besiedelung
des Tales hat mit Sicherheit in vorrömischer Zeit stattgefunden.
Ein Beweis dafür ist der Fund einer Lappenaxt aus der Bronzezeit.
Spätere Beweise der Besiedelung sind sprachwissenschaftliche
Zeugnisse aus der Zeit der Räter, von denen die rätoromanische
Sprache stammt, die sich bis Mitte des 18. Jh. in Taufers gehalten
hat, und von der, die heute noch bestehenden Flurnamen stammen.
Die Kirche St. Johann ist ein Juwel in der romanischen Kunstlandschaft.
Der Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes. Es soll bereits
im 9. Jh. eine Kirche gestanden haben, die durch einen Murbruch
im Jahr 1130 zerstört wurde. Der Grossteil der heutigen Kirche
wurde vor 1220 erbaut. Von besonderer, historischer Bedeutung sind
romanische (1220/30), und gotische (1383) Fresken. Eine Besonderheit
an der Außenmauer der Nordseite, ist ein Fresko des Hl.Christophorus,
das als eines der ältesten im Lande gilt. Ab 1264 scheint der
Johanniterorden als Betreiber des Hospizes auf, das von ihnen 1259
errichtet . wurde. Im 17.Jh. als die Grafen Hendl die Besitzer waren,
befand sich die
Kirche in einem schadhaften Zustand. Im Jahre 1837 wurde die profaniertre
Kirche von der Gemeinde Taufers angekauft.
St. Michael am Friedhof - Pfarrmuseum seit Juni 2000
Geweiht 1383 und 1493, aus letzterer Zeit ist die heutige Form des
zweigeschossigen Bauwerkes. Im gotischen Altarerker sind guterhaltene
Fresken aus dem 15. Jh.. Die im Untergeschoss befindliche Gruft
dient heute als Abstellraum. Prunkstück des Museumsist ein
gotischer Flügelaltar. Alle im Museum vorhandenen Holzskulpturen
stammen aus den acht Kirchen unseres Dorfes und haben einen einzigartigen
Kunstwert. Im Zuge der Dorfführungen können das Pfarrmuseum,
sowie die St. Johannkirche besichtigt werden.
Die Pfarrkirche zum hl. Blasius als Pfarrei erstmals erwähnt
im Jahre 1201. Die alte Pfarrkirche wurde 1660 abgerissen und in
der heutigen Form aufgebaut,
von italienischen Malern mit schönen Wandgemälden geschmückt
und 1663 eingeweiht.
Das Schloss Rotund wurde um 900 im Auftrag der Bischöfe
von Chur erbaut und ist eine der höchstgelegenen Burgen Tirols.
Mitte des12. Jh. ging es in den Besitz der Edlen vonRotund. Im Jahre
1310 wurde, das inzwischen an die Bischöfe von Chur
zurückgegangene Schloss an Heinrich von Reichenberg verkauft.
Als weitere Besitzer scheinen die Freiherrn von Schlandersberg und
von Hendl auf. Der letzte Schlossherr war Baron von Heydorf.
Schloss Reichenberg, ursprünglich im Besitz der Bischöfe
von Chur ging Mitte des 12. Jh. an die Herren von Reichenberg, sie
waren Raubritter und einst Fluch und Schrecken der ganzen Gegend,
über. Ab 1680 waren beide Burgen unbewohnt und dem Verfall
preisgegeben.
Im Umkreis von Taufers i. M. sind die Klosteranlage von Müstair
(CH), Weltkulturgut der UNESCO, das Benediktinerkloster Marienberg
mit der Krypta und ihren Fresken von europäischer Bedeutung,
sowie die Churburg mit der größten privaten Rüstungskammer
Europas, zu sehen.
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